Unser Team:
Psychologen,
Ärzte, Therapeuten,
Pädagogen und Trainer
Unser Team:
Psychologen,
Ärzte, Therapeuten,
Pädagogen und Trainer
Bekannt aus:
Bekannt aus:

Impulsivität kontrollieren lernen

Wie oft folgen Sie Ihren Impulsen? Spontane Entscheidungen können auch noch als Erwachsener zu einem unvergesslichen Abenteuer führen. Wenn Impulse den Alltag bestimmen, werden sie zu einem Problem. Sie eskalieren nicht selten in Wutausbrüche und Aggression (Hollander et al., 2006). Wer sich häufig von seinen Impulsen leiten lässt, kann langfristige Schäden verursachen und Beziehungen belasten (Ryu et al., 2018). In einigen Fällen können impulsive Verhaltensweisen auch auf eine Impulskontrollstörung hindeuten (Schreiber et al., 2011). Aus diesem Grund könnte es durchaus sein, dass dieses Thema wichtig für Sie ist. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Ursachen von impulsivem Verhalten. Zudem lernen Sie verschiedene Wege, um impulsives Verhalten kontrollieren zu können.

Möchten Sie Ihre Wut besser verstehen?

Lernvideos

Ursachen für Impulsivität

Ursachen für Impulsivität sind oft wie Puzzlestückchen und ergeben zusammen das Ergebnis

Auch wenn es manchmal willkürlich wirkt: Impulsivität ist keine zufällige Erscheinung. Sie kann eine Reihe von unterschiedlichen Ursachen haben. Zu den Hauptauslösern gehören zum Beispiel genetische Veranlagungen (Anokhin et al., 2015) und Umwelteinflüsse (Seroczynski et al., 1999). Vielleicht kennen Sie selbst einen Menschen mit einer Tendenz zur Impulsivität. Nicht bei allen impulsiven Menschen steckt die Ursache für dieses besondere Verhalten buchstäblich im Blut. Umwelteinflüsse, wie Stress oder eine traumatische Kindheit (Roy, 2005), können ebenfalls dazu beitragen, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Ihre Impulse zu kontrollieren. Auch psychische Erkrankungen stehen im Zusammenhang mit impulsgesteuertem Verhalten (Kisa et al., 2005). In der Regel sind die Ursachen vielfältig und wirken am Ende zusammen. Man kann sich das wie ein Puzzle vorstellen, bei dem mehrere Teile zusammenpassen müssen, um ein Gesamtbild zu formen. 

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema in unserem Podcast!

Tipps & Tricks zum Kontrollieren der Impulsivität

Die Impulsivität in den Griff zu bekommen, ist für die meisten Menschen durchaus machbar. Es gibt verschiedene Techniken und Strategien, die dabei helfen können. In diesem Abschnitt finden Sie einige Methoden zum Kontrollieren von Impulsivität: 

Bewusstsein stärken

Wer sein Bewusstsein stärkt, der kann auch seine Impulsivität kontrollieren lernen

Wenn Sie das Wort “Bewusstsein” lesen, denken Sie höchstwahrscheinlich an Kalendersprüche und Pseudo-Spiritualität. Diesen Gedanken können Sie für diesen Abschnitt streichen. Wenn es darum geht, die eigene Impulsivität kontrollieren zu lernen, bekommt dieses Wort eine andere Bedeutung. Es soll ausdrücken, dass Sie damit beginnen, Ihr eigenes Verhalten genauer zu beobachten. Das bedeutet, auf Ihre eigenen Handlungen zu achten und zu erkennen, wenn Sie impulsiv handeln. Dabei kann Ihnen ein besonderes Tagebuch helfen (Baikie & Wilhelm, 2018). Sie sollten darin jedoch nicht ihre alltäglichen Erlebnisse aufschreiben. Ziel ist es hierbei, Ihre eigenen impulsiven Verhaltensweisen zu reflektieren. Durch das Aufschreiben der Situationen, in denen Sie impulsiv werden, können Sie Muster in Ihrem Verhalten erkennen. So können Sie mit der Zeit besser verstehen, was Ihre Impulsivität auslöst.

Entspannungstechniken anwenden

Mit Entspannungstechniken bekommt man das impulsive Verhalten in den Griff

Wahrscheinlich ist Ihnen folgendes nicht fremd: – Wenn Körper und Geist angespannt sind, neigen die meisten Leute dazu, noch impulsiver zu handeln. – Entspannung kann Ihnen dabei helfen, Stress abzubauen und auch in hitzigen Situationen ruhig zu bleiben. Techniken wie Yoga (Kerekes et al., 2017) oder Meditation (Kozasa et al., 2012) fördern dazu noch die Achtsamkeit und das Bewusstsein – also die Scharfsinnigkeit – für Ihren Körper und die Umwelt. 

Möchten Sie das Team kennenlernen?
Teamseite
Über die Autoren
Kathrin Georg

Kathrin Georg ist Klinische Psychologin (M. Sc.) und Sozialpädagogin. Sie verantwortet die fachliche Leitung am Fachzentrum für Wut & Aggression und befindet sich in Weiterbildung zur Klinischen Neuropsychologin (GNP). Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Erziehung, elterliche Wut und Patchwork-Familien. Sie ist die Autorin dieses Artikels.

Mehr über unser Fachteam
Ferdinand Kirchhof

Ferdinand Kirchhof ist Psychologe (M.Sc.). Er arbeitet am Fachzentrum für Wut & Aggression als psychologischer und wissenschaftlicher Berater und seine Expertise fließt sowohl in unsere Arbeit als auch in unsere Veröffentlichungen. Er ist der Co-Autor dieses Artikels, zusammen mit Kathrin Georg als Autorin.

Mehr über unser Fachteam

Waren Sie schon auf unserem YouTube-Kanal?

Youtube-Kanal

Waren Sie schon auf unserem YouTube-Kanal?

YOUTUBE-Kanal
Sie finden uns auch auf:

Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte