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Bekannt aus stern, NZZ, ZDF, SWR1, Süddeutsche Zeitung und Deutschlandfunk
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Zuletzt aktualisiert am 07.10.2026

Viele Menschen werden oft wütend und fragen sich: “Habe ich Aggressionsprobleme?” Aggressionen sind eine natürliche Reaktion des Körpers auf bestimmte Situationen. Werden wir angegriffen, können sie uns dabei helfen, uns vor Gefahren zu schützen und gegen Bedrohungen zu verteidigen. Sie können aber auch in einigen Fällen zu Problemen führen. In diesem Artikel werden die Anzeichen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Aggressionsproblemen beleuchtet.

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Was sind Aggressionsprobleme

Aggressionsprobleme zeigen sich in einer mangelnden Kontrolle über aggressives Verhalten

Aggressionsprobleme treten dann auf, wenn eine Person übermäßig aggressiv ist und zunehmend Schwierigkeiten damit hat, ihr Verhalten zu kontrollieren (Wirtz, 2020). Häufig reichen hierbei kleine Reize aus, um Menschen mit einem Aggressionsproblem so zu provozieren, dass sie laut oder wütend werden. Diese Konflikte äußern sich häufig in Form von verbaler Aggression. Teilweise gehen aber auch schon mal Dinge zu Bruch - im schlimmsten Fall kommt es zu Handgreiflichkeiten. Eine besonders schwere Form von Aggressionsproblemen findet man bei Betroffenen einer intermittierenden explosiven Störung, die von unkontrollierbaren aggressiven Episoden und starkem Leidensdruck geprägt ist (Bründl & Fuss, 2021). Im Vergleich dazu sind Aggressionen im kleineren Maße ein normales menschliches Verhalten, das bei vielen Leuten auftritt, wenn sie unter starkem Stress stehen oder sich Bedrohungen ausgesetzt fühlen (Liu et al., 2013).

Allgemeines zum Thema Aggression finden Sie in unserem Fachartikel: 
“Was ist Aggression?”

Anzeichen für Aggressionsprobleme

Die Anzeichen für Aggressionsprobleme können auf verschiedene Arten zum Vorschein kommen und sind nicht immer offensichtlich. Einige Menschen zeigen ihre Aggressionen offen und direkt, während andere sie eher passiv und indirekt ausdrücken (Kjærvik & Bushman, 2021). Siehe zu letzteren auch unseren Artikel zum Thema passiv-aggressives Verhalten.

Häufige Überreaktionen auf alltägliche Probleme oder Konflikte könnten ein Hinweis auf ein Aggressionsproblem sein. Eine vermeintlich harmlose Bemerkung oder ein Streit können dazu führen, dass Betroffene schnell die Fassung verlieren und heftig reagieren. Eine gering ausgeprägte Impulskontrolle kann dazu führen, dass Personen mit einem Aggressionsproblem sich ohne das Nachdenken über Konsequenzen in riskante oder gefährliche Situationen begeben (Bresin, 2019). In einigen Fällen können Aggressionen in lautstarken Streitereien, körperlichen Auseinandersetzungen oder riskantem Verhalten im Straßenverkehr ausarten (Wirtz, 2020). 

Eine Tendenz zu heftigen Auseinandersetzungen oder Drohungen gegenüber anderen ist ein deutliches Anzeichen für Aggressionsprobleme. Diese Form der Aggression kann sowohl gegenüber nahestehenden Personen wie Familienmitgliedern oder Partnern, als auch gegenüber Fremden auftreten.

Je nach Person kann sich ein Aggressionsproblem auch in ständigen Absagen von Verabredungen, stiller Sabotage, unaufrichtiger Kommunikation oder versteckten Beleidigungen äußern. Menschen, die ihre Aggression passiv ausleben, drücken sie auf leise Art und Weise aus (Lim & Suh, 2022). Obwohl diese Art der Aggression nur sehr selten in körperlicher Gewalt endet, kann sie für Beteiligte gleichermaßen verletzend sein und langfristig ebenfalls zu negativen Konsequenzen führen (Redondo et al., 2017). 

Habe ich ein Aggressionsproblem? Drei ehrliche Fragen

Werden Sie öfter laut, als Ihnen lieb ist, und tut es Ihnen hinterher leid?
Wird es zu Hause still, wenn Sie gereizt zur Tür hereinkommen?
Bringt Sie eine Kleinigkeit auf die Palme, etwa das Handy am Esstisch oder die Jacke auf dem Boden, und zwar mehr, als die Sache wert ist?

Wer zweimal oder öfter mit Ja antwortet, ist deshalb nicht krank. Wut ist meist erlerntes Verhalten, und was gelernt ist, lässt sich auch wieder ändern. Es lohnt sich aber, jetzt hinzuschauen, bevor die wichtigsten Beziehungen darunter leiden. Genauer geht es mit unserem kostenlosen Wut-Quiz.

Ursachen für Aggressionsprobleme

Woher kommen Aggressionsprobleme? Meist nicht aus einer einzigen Ursache, sondern aus mehreren Dingen, die zusammenkommen: Veranlagung, Vorbilder aus der Kindheit, das Umfeld und Dauerstress (Liu et al., 2013). Viel davon ist gelernt, und das ist die gute Nachricht. Die häufigsten Ursachen im Einzelnen:

Genetik 

Die Genetik kann eine der Ursachen für Aggressionsprobleme sein

Aggressives Verhalten kann durch die Genetik beeinflusst werden (Liu et al., 2013; Wirtz, 2020). Studien zeigen, dass bestimmte genetische Veranlagungen zu aggressivem Verhalten beitragen können (Garcia-Arocena, 2015). Besonders Gene, die für die Regulation von Neurotransmittern, Hormonen und Enzymen im Gehirn verantwortlich sind, können einen Einfluss auf aggressives Verhalten haben. Sobald diese bei Menschen zu einer erhöhten Aufregung führen, aktivieren sie bestimmte Gehirnregionen, die den Körper in einen “Wutzustand” versetzen. Dieser macht sich zum Beispiel durch vermehrtes Schwitzen oder einen erhöhten Puls bemerkbar (Melo & Gratch, 2009). 

Dennoch könnte ein Kind, das eine Prädisposition für Aggressivität hat, beispielsweise durch eine liebevolle und stabile familiäre oder soziale Umwelt so unterstützt werden, dass sich kein Risiko für das Kind ergibt, letztlich ein Aggressionsproblem zu entwickeln.

Umwelt 

Umweltfaktoren wie schädliche soziale Kontakte, ein niedriger sozioökonomischer Status oder auch dysfunktionales Verhalten der Eltern und Familie können eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Aggressionsproblemen spielen (Hudley & Novac, 2007). In bestimmten Hierarchien und sozialen Strukturen kann aggressives Verhalten außerdem zu einem gängigen oder notwendigen Teil des täglichen Lebens werden (Bandura, 1978). Menschen, die sich dauerhaft in einem bedrohlichen Umfeld befinden, haben häufig keine andere Wahl, als selbst aggressiv und gewalttätig zu sein, um nicht unterdrückt oder ausgeschlossen zu werden. Außerhalb der gewohnten, feindseligen Umwelt kann es Betroffenen schwerfallen, ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen und ihre alten, aggressiven Gewohnheiten loszulassen. 

Psychische Erkrankungen

Wichtig: Nicht alle Menschen mit psychischen Störungen sind aggressiv!

Einige unterschiedliche psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel die Borderline-Persönlichkeitsstörung oder die paranoide Schizophrenie, können allerdings häufiger mit aggressivem Verhalten in Verbindung gebracht werden (Cho et al., 2019; Scott et al., 2017). Die Krankheitsbilder solcher psychischen Störungen führen dazu, dass Betroffene ihre Emotionen nicht angemessen regulieren können und aufgrund dessen impulsiv handeln. 

Erfahrungen in der Kindheit 

Erfahrungen in der Kindheit können Aggressionsprobleme im Erwachsenenalter begünstigen

Negative Erfahrungen mit Gewalt und Aggression in der Kindheit können das Risiko für aggressives Verhalten im Erwachsenenalter erhöhen (Bandura, 1978; Kokko et al., 2009; Litrownik et al., 2003; Liu et al., 2013). Dazu können Misshandlung, Vernachlässigung oder emotionaler Missbrauch zählen. Kinder, die in einem gewalttätigen Haushalt aufwachsen, lernen durch das, was sie erleben, dass Aggression und Gewalt für sie legitime Verhaltensweisen sind, um mit Konflikten umzugehen (Bandura, 1978; Kokko et al., 2009). 

Stress

Menschen, die unter starkem Stress stehen, haben oftmals Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren und fahren schnell aus der Haut (Wang & Saudino, 2011). In stressigen Situationen sind viele Personen reizbar und neigen dazu, impulsiv auf Konfrontation zu reagieren. Wenn Stress zum Dauerzustand wird, werden Betroffene häufig dauerhaft aggressiver und verlieren in alltäglichen Konflikten schneller die Fassung (Liu et al., 2013). Man sollte deshalb versuchen, mit verschiedenen Tipps den Stress abzubauen.

Die Ursachen von Aggressionsproblemen sind nicht klar voneinander abzugrenzen. Bei Betroffenen gibt es eine Wechselwirkung zwischen verschiedenen Faktoren, die in der Entstehung von Aggressionsproblemen miteinander verknüpft sind (Liu et al., 2013; Miles & Carey, 1997). Eine Person, die bereits aggressive Eltern hat und gleichzeitig sehr viel Stress ausgesetzt ist, kann in gewissen Situationen besonders zu Aggressionen neigen. Das Vorhandensein von aggressiven Eltern und Stress bedeutet jedoch nicht, dass sich zwangsläufig ein Aggressionsproblem ergeben muss. Es ist wichtig zu betonen, dass Betroffene und ihre Angehörigen den Ursachen von Aggressionsproblemen auf den Grund gehen sollten, um die bestmögliche Behandlung und Unterstützung zu ermöglichen.

Folgen von Aggressionsproblemen

Sowohl für den Betroffenen selbst als auch für andere Menschen können Aggressionsprobleme Konsequenzen haben. Im Folgenden werden die verschiedenen Folgen genauer erläutert.

Folgen für den Betroffenen

Aggressionsprobleme können für Betroffene selbst schwerwiegende Folgen haben

Aggressionsprobleme können dazu führen, dass der Betroffene ein höheres Risiko für Angstzustände, Depressionen und andere Verstimmungen hat (Liu et al., 2013; Walsh et al., 2017). Viele Betroffene erleben durch ihr aggressives Verhalten immer mehr negative Konsequenzen, wie soziale Ablehnung oder Konflikte. Das führt nicht selten zu einem geringen Selbstwertgefühl oder Gefühlen der Isolation (Di Stasio et al., 2020).

Häufige unkontrollierte Ausbrüche von Aggression können zu übermäßig vielen Streitereien mit Freunden, aber auch mit Kollegen oder Vorgesetzten führen. Dadurch kann sich in der Folge eine Situation ergeben, in der der Betroffene Schwierigkeiten hat, Beziehungen aufrechtzuerhalten oder auch Karrieremöglichkeiten zu nutzen (Helge, 2001; Liu, 2004). 

Ein Aggressionsproblem kann auch strafrechtliche Folgen nach sich ziehen. Es kann dazu führen, dass der Betroffene durch körperliche und verbale Auseinandersetzungen in Kontakt mit dem Gesetz kommt und aktenkundig wird (Liu, 2004). Dies kann auch Auswirkungen auf die finanzielle und soziale Situation der betroffenen Person haben. 

Das Thema Wut & Aggressionen in den Medien
MEDIENBERICHTE

Negative Auswirkungen auf andere Menschen

Aggressionsprobleme haben oft negative Auswirkungen auf andere Menschen

Aggression und Gewalt können körperliche Verletzungen, Sachschäden oder emotionale Traumata bei anderen Menschen hinterlassen. Konflikte in der Schule, auf der Arbeit oder im Familienumfeld können das allgemeine Wohlbefinden anderer beeinträchtigen. Des Weiteren können Eltern mit Aggressionsproblemen die sozialen Fähigkeiten ihrer Kinder negativ beeinflussen (Ferrara et al., 2019). In vielen Fällen haben Kinder aggressiver Eltern später auch ein Problem mit Wut und Aggression (Kokko et al., 2009). 

Wichtig: Wenn zu Hause Gewalt im Spiel ist oder jemand Angst hat, geht Sicherheit vor. In akuter Gefahr hilft die Polizei unter 110. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter 116 016 rund um die Uhr erreichbar, kostenlos und anonym, auch für Angehörige. Wenn Sie selbst nicht mehr weiterwissen: Die Telefonseelsorge ist unter 0800 111 0 111 rund um die Uhr erreichbar.

Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen

Wenn Kinder bereits im jungen Alter ein Aggressionsproblem entwickeln, führt es langfristig zu Schwierigkeiten in ihrer Entwicklung und in ihrem Sozialleben (Ferrara et al., 2019). Aggressives Verhalten kann großen Einfluss darauf haben, wie kompetent Kinder im späteren Leben darin sind, Beziehungen aufrechtzuerhalten. Auch in der Karriere kann ein Problem mit Aggression zur Blockade werden (Helge, 2001). Soziale Skills, wie eine gute Kommunikation, Menschenkenntnis und das Knüpfen von Kontakten können durch ständige Wut und Aggression negativ beeinflusst werden (Di Stasio et al., 2020). Dazu kommt, dass aggressives Verhalten gerade in Verbindung mit Gewalt in der Kindheit und Jugend das Risiko für spätere soziale Auffälligkeiten erhöht (Ferrara et al., 2019; Kokko et al., 2009).

Für viele Menschen mit übermäßigen Aggressionen ist es wichtig zu realisieren, welche weitläufigen Folgen es haben kann, wenn sie nichts gegen ihr Problem unternehmen. Zudem ist es langfristig für jeden Betroffenen ratsam, sich nach Lösungen umzusehen, mit denen er seine Aggression bewältigen kann. 

Behandlung von Aggressionsproblemen

Es gibt mehrere Ansätze, um Aggressionsprobleme zu behandeln. In diesem Abschnitt werden einige mögliche Behandlungswege vorgestellt. 

Wenn Aggressionsprobleme im Rahmen einer psychischen Erkrankung auftreten, kann eine Therapie oder Medikation unter Aufsicht eines Psychotherapeuten oder Psychiaters erforderlich sein. Menschen, die jedoch nur ein Aggressionsproblem haben und ansonsten keine Erkrankungen oder psychischen Störungen aufweisen, können von einer unserer Fortbildungen profitieren, die ausschließlich darauf abzielt, ihr aggressives Verhalten zu verändern.

Mehr dazu hören Sie in unserem Podcast!

Kognitive Verhaltenstherapie 

Die kognitive Verhaltenstherapie ist ein Behandlungsansatz bei Aggressionsproblemen

Ein möglicher Therapieansatz zur Behandlung von Aggressionsproblemen ist die kognitive Verhaltenstherapie. Sie zielt darauf ab, die gesunde Regulierung von Gefühlen zu stärken und dysfunktionale Verhaltensweisen zu erkennen und zu verändern (Beck & Fernandez, 1998; Day et al., 2008). Um ein Aggressionsproblem zu behandeln, ist es nötig, die Aggressionskontrolle zu verbessern. Dazu werden verschiedene Techniken eingesetzt. Zum Repertoire an möglichen Praktiken können beispielsweise Konfrontationstherapie, Entspannungsübungen oder kognitive Umstrukturierung gehören (Day et al., 2008).

Aggressionstherapie

Innerhalb unterschiedlicher Behandlungsformen können sich Therapeuten auf die Behandlung von Wut und Aggressionsproblemen spezialisieren. Ziel ist es, die eigene Wahrnehmung und Kontrolle von aggressiven Gefühlen zu verbessern und alternative Verhaltensweisen zu erlernen. In der Regel wird diese Behandlung von speziell weitergebildeten Therapeuten durchgeführt. 

Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Fachartikel: “Aggressionstherapie”

Sport- und Bewegungstherapie 

Sport- und Bewegungstherapie kann dabei helfen, Aggressionen abzubauen

In Kombination mit anderen Therapien kann Sport- und Bewegungstherapie dazu beitragen, Aggressionen abzubauen und die körperliche Gesundheit zu verbessern (Hassmén et al., 2000). Durch körperliche Aktivität kann Stress abgebaut und die Grundstimmung angehoben werden (Dishman et al., 2020). Die Bewegungstherapie stellt keine alleinige Lösung dar, jedoch kann sie, kombiniert mit anderen Therapien, dazu beitragen, die Aggressionskontrolle von Betroffenen zu verbessern.

Medikamente

Um Symptome wie Aggressivität und Impulsivität abzudämpfen, kommt es im Rahmen einer Behandlung von Krankheiten wie einer dissozialen Persönlichkeitsstörung, intermittierenden explosiven Störung oder anderen Impulskontrollstörungen vor, dass eine medikamentöse Behandlung in Erwägung gezogen wird (Turgay, 2004). Die Psychopharmaka werden von einem Psychiater verschrieben und sollten nur in Verbindung mit einer psychotherapeutischen Behandlung eingesetzt werden.

Was Sie selbst ab heute tun können

Diese drei Schritte ersetzen keine Begleitung, helfen aber sofort:

Früh bemerken: Wut kündigt sich im Körper an, etwa mit heißem Gesicht, schnellerem Puls, lauter werdender Stimme oder geballten Fäusten. Wer seine eigenen Zeichen kennt, gewinnt die entscheidenden Sekunden.
Rausgehen, bevor es knallt: Sagen Sie „Ich brauche zehn Minuten, dann reden wir weiter“, und verlassen Sie wirklich den Raum. Genauso wichtig: danach zurückkommen und das Gespräch zu Ende führen.
Aufschreiben: Notieren Sie abends in zwei Sätzen, was Sie wütend gemacht hat und was kurz davor passiert war. Oft zeigt sich nach ein, zwei Wochen ein Muster, etwa Hunger, Zeitdruck oder immer dieselbe Situation.

Fazit: So bewältigt man Aggressionsprobleme

Mit Aggression reagieren viele Menschen auf Bedrohungen. Dieses aggressive Verhalten kann jedoch problematisch werden, wenn eine Person aufgrund fehlender Impulskontrolle anderen Menschen schadet. 

Häufige Überreaktionen, eine Tendenz zu heftigen Auseinandersetzungen, aber auch stille Sabotage, unaufrichtige Kommunikation oder versteckte Beleidigungen können Anzeichen für ein Aggressionsproblem sein. 

Mögliche Ursachen für Aggressionsprobleme sind die Genetik, das Umfeld, Dauerstress, psychische Erkrankungen und negative Erfahrungen in der Kindheit. 

Zu den Behandlungsmöglichkeiten können Therapien, Entspannungsübungen und Medikamente gehören. Auch ein Anti-Aggressivitäts-Training in Form einer Gruppenmaßnahme kann helfen, Verhaltensweisen und Techniken zu erlernen, mit denen Aggressionen bewältigt werden können.

Und falls Sie sich beim Lesen wiedererkannt haben: Das ist kein Urteil, sondern ein guter erster Schritt. Steckt keine psychische Erkrankung dahinter, kann eine unserer Fortbildungen helfen. Das Fachzentrum für Wut & Aggression arbeitet seit 2018 nur zu diesem Thema und ist staatlich zugelassen von der ZFU. Im kostenlosen Erstgespräch prüfen wir gemeinsam, ob wir zu Ihnen passen.

Mehr Informationen über die Behandlung von Wut und Aggression finden Sie in unserem Podcast.

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Über die Autoren
Kathrin Georg

Kathrin Georg ist Klinische Psychologin (M. Sc.) und Sozialpädagogin. Sie verantwortet die fachliche Leitung am Fachzentrum für Wut & Aggression und befindet sich in Weiterbildung zur Klinischen Neuropsychologin (GNP). Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Erziehung, elterliche Wut und Patchwork-Familien. Sie ist die Autorin dieses Artikels.

Mehr über unser Fachteam
Ferdinand Kirchhof

Ferdinand Kirchhof ist Psychologe (M.Sc.). Er arbeitet am Fachzentrum für Wut & Aggression als psychologischer und wissenschaftlicher Berater und seine Expertise fließt sowohl in unsere Arbeit als auch in unsere Veröffentlichungen. Er ist der Co-Autor dieses Artikels, zusammen mit Kathrin Georg als Autorin.

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