Unser Team:
Psychologen,
Ärzte, Therapeuten,
Pädagogen und Trainer
Siegel: 100 % spezialisiert auf Wut & Aggression
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Bekannt aus:
Bekannt aus stern, NZZ, ZDF, SWR1, Süddeutsche Zeitung und Deutschlandfunk
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Kurz erklärt

Was der Wut-Atlas zeigt und was nicht

Wut selbst kann niemand zählen, und die meiste Wut landet nie bei der Polizei. Sichtbar wird sie erst, wenn ein Streit eskaliert: wenn jemand geschlagen, bedroht, beleidigt oder im Straßenverkehr bedrängt wird. Genau diese vier Delikte zeigen wir, mit amtlichen Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 des Bundeskriminalamts.

Gefährliche Körperverletzung, etwa mit Waffen oder zu mehreren, lassen wir bewusst weg: Wut ist nicht dasselbe wie Gewalt. Und nicht hinter jeder dieser Taten steckt Wut. Die Zahlen zeigen, wo Ärger öfter bei der Polizei landet, nicht, wo die Menschen wütender sind.

Dazu kommt, was wir selbst sehen: anonyme Auswertungen aus über 1.000 Fragebögen von Menschen, die bei uns Hilfe gesucht haben.

Staatlich geprüft (ZFU)
Online:  DE, AT, CH
4.000 +  Klienten
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Rangliste

Einfache Körperverletzung in 80 Großstädten

Einfache Körperverletzung heißt: Jemand wird verletzt, etwa durch einen Schlag oder einen Stoß, ohne Waffe und nicht von mehreren. Platz 1 hat die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner. Großstädte mit vielen Pendlern, Nachtleben und Veranstaltungen liegen oft weiter vorn, weil die Polizei am Tatort zählt und nicht am Wohnort.

PlatzStadtpro 100.000
Kaiserslautern
Hannover
Halle (Saale)
Bremerhaven
Magdeburg
Saarbrücken
Köln
Berlin
Wuppertal
Bremen
Hamburg
Erfurt
Dortmund
Stuttgart
Trier
Frankfurt am Main
Duisburg
Lübeck
Ludwigshafen am Rhein
Kassel
Bonn
Hagen
Mönchengladbach
Göttingen
Regensburg
Düsseldorf
Heilbronn
Augsburg
Gelsenkirchen
Osnabrück
Ingolstadt
Herne
Koblenz
Paderborn
Aachen
Hamm
Recklinghausen
Remscheid
Freiburg im Breisgau
Wiesbaden
Neuss
Kiel
Münster
Salzgitter
Braunschweig
Rostock
Ulm
Pforzheim
Wolfsburg
Bochum
Leipzig
Solingen
Chemnitz
Nürnberg
Oberhausen
Würzburg
Krefeld
Oldenburg (Oldenburg)
Bielefeld
Essen
München
Leverkusen
Siegen
Reutlingen
Heidelberg
Gütersloh
Mannheim
Bergisch Gladbach
Dresden
Bottrop
Mainz
Moers
Darmstadt
Karlsruhe
Mülheim an der Ruhr
Potsdam
Offenbach am Main
Jena
Erlangen
Fürth

Städte ab 100.000 Einwohnern und Landeshauptstädte. „Zum Vorjahr“ zeigt die Veränderung der Fallzahl zwischen 2024 und 2025. Bei kleinen Fallzahlen schwanken die Werte stark. Bundesweit wurden 2025 insgesamt 432.049 einfache Körperverletzungen erfasst, 517 pro 100.000 Einwohner.

Bundesländer

Bedrohung, Beleidigung und Drängeln

Diese drei Delikte weist das Bundeskriminalamt nur pro Bundesland aus. „Drängeln“ meint Nötigung im Straßenverkehr, also etwa dichtes Auffahren oder Ausbremsen. Bundesweit sind es 246 Bedrohungen, 308 Beleidigungen und 41 Fälle von Nötigung im Straßenverkehr pro 100.000 Einwohner.

Bremen519 Bedrohung · 409 Beleidigung · 21 Drängeln
Berlin461 Bedrohung · 542 Beleidigung · 62 Drängeln
Sachsen-Anhalt413 Bedrohung · 453 Beleidigung · 38 Drängeln
Mecklenburg-Vorpommern357 Bedrohung · 364 Beleidigung · 33 Drängeln
Hamburg342 Bedrohung · 324 Beleidigung · 19 Drängeln
Saarland313 Bedrohung · 337 Beleidigung · 60 Drängeln
Thüringen300 Bedrohung · 331 Beleidigung · 40 Drängeln
Rheinland-Pfalz286 Bedrohung · 333 Beleidigung · 65 Drängeln
Niedersachsen284 Bedrohung · 310 Beleidigung · 40 Drängeln
Schleswig-Holstein281 Bedrohung · 268 Beleidigung · 45 Drängeln
Nordrhein-Westfalen242 Bedrohung · 383 Beleidigung · 46 Drängeln
Hessen230 Bedrohung · 208 Beleidigung · 38 Drängeln
Sachsen230 Bedrohung · 252 Beleidigung · 41 Drängeln
Brandenburg205 Bedrohung · 274 Beleidigung · 54 Drängeln
Baden-Württemberg182 Bedrohung · 246 Beleidigung · 33 Drängeln
Bayern144 Bedrohung · 218 Beleidigung · 32 Drängeln

Fälle pro 100.000 Einwohner, sortiert nach Bedrohung. Der Balken zeigt die Bedrohung.

So rechnen wir

Grenzen der Zahlen

Die Polizeistatistik zeigt nur das Hellfeld, also Taten, die angezeigt und von der Polizei erfasst wurden. Wie viel angezeigt wird, hängt auch davon ab, wie oft Menschen zur Polizei gehen und wie stark kontrolliert wird. Gezählt wird am Tatort, nicht am Wohnort.

Wir übernehmen die Häufigkeitszahl des Bundeskriminalamts unverändert, auf Basis des Zensus 2022. Städte und Bundesländer vergleichen wir nie in einer gemeinsamen Rangliste, und Vergleiche mit Österreich oder der Schweiz ziehen wir nicht, weil dort anders gezählt wird.

Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025, Bundeskriminalamt, Städte-Tabelle T01 Version 1.1 vom 21.04.2026, Länder-Tabelle T01 Version 1.0 vom 06.03.2026, Vorjahr PKS 2024. Datenlizenz Deutschland, Namensnennung, Version 2.0. Eigene Auswertung, Stand 07.10.2026.

Für Redaktionen

Zahlen frei verwenden

Alle Zahlen dürfen Sie mit Quellenangabe verwenden. Bitte nennen Sie als Quelle „Polizeiliche Kriminalstatistik 2025, Bundeskriminalamt, ausgewertet vom Fachzentrum für Wut & Aggression“, bei unseren eigenen Zahlen „Fachzentrum für Wut & Aggression“, und verlinken Sie diese Seite: fachzentrum-wut.de/wut-atlas#rangliste. Für die thematische Einordnung und als Interviewpartner stehen Ihnen Katrin Hoster und Merlin Faude (Anti-Aggressionstrainer und Geschäftsführer des Fachzentrums für Wut & Aggression) zur Verfügung.

Ein Mann umklammert im Stau das Lenkrad, vor ihm leuchten rote Rücklichter
Aus unserer Arbeit

Wo Wut wirklich passiert: meistens zu Hause

Die Polizeistatistik sieht nur, was angezeigt wird. Wir sehen etwas anderes: Wer sich bei uns meldet, füllt vor dem ersten Gespräch einen Fragebogen aus. Darin geht es darum, wo die Wut auftaucht, wie schnell sie kommt und was sie auslöst. Ausgewertet haben wir anonym 1.120 dieser Fragebögen aus den Jahren 2023 bis 2026, mehrere Antworten waren möglich.

83 %

erleben ihre Wut in der Partnerschaft.

82 %

brauchen dringend Hilfe bei ihrer Wut in der Partnerschaft.

53 %

werden gegenüber den eigenen Kindern laut, wütend oder aggressiv.

49 %

sind vor allem auf sich selbst wütend oder richten ihre Aggression nach innen. Bei Frauen sind es 59 %.

40 %

kennen Wut im Straßenverkehr oder sind dort schon auffällig geworden. Bei Männern sind es 44 %.

64 %

werden in einer Sekunde wütend, ohne Vorwarnung, quasi von null auf hundert.

58 %

nennen als Auslöser das Gefühl von Ungerechtigkeit.

58 %

nennen als Auslöser Respektlosigkeit.

55 %

fühlen sich kurz vor der Wut überfordert oder hilflos.

Die meiste Wut passiert also dort, wo keine Statistik hinschaut: in der Beziehung und in der Familie. Wer sich bei uns meldet, ist zu 63 % männlich und im Mittel 38 Jahre alt. Das deckt sich mit der Forschung: In einer bekannten Befragung des US-Psychologen James Averill richtete sich Wut in 54 % der Fälle gegen einen geliebten Menschen oder einen Freund. Fremde waren nur selten das Ziel.

Quelle: eigene, anonyme Auswertung des Fachzentrums für Wut & Aggression. Fragebogen vor dem Erstgespräch, 1.120 Antworten (Februar 2023 bis Oktober 2026), Fragen zu Auslösern 940 Antworten. Geschlecht und Alter aus 6.439 Anfragen. Nicht repräsentativ für die Bevölkerung, sondern für Menschen, die Hilfe suchen. Studie: Averill, J. R. (1982): Anger and Aggression. An Essay on Emotion, Springer, Kapitel 8; Wert zitiert nach Roseman, I. J. (2018): Functions of Anger in the Emotion System, in: The Function of Emotions, Springer, S. 149.

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Wut ist erlerntes Verhalten, und das lässt sich ändern. Wenn Sie merken, dass Ihre Wut Ihnen, Ihrer Beziehung oder Ihrer Familie schadet, sprechen Sie mit uns. Das erste Gespräch ist kostenlos.

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